Add-In darf nicht installiert werden

Hinweis: Diese Seite ist kein Teil meines Blogs, sie wird ausschließlich genutzt, um Hilfe suchenden aus diversen Foren einen ausführlichen und immer gleichen Hinweis in emotionell angemessener Form zu geben. Bitte habe dafür Verständnis.


Administratoren / IT-Abteilung untersagt die Installation von Add-Ins

Vorab angemerkt: Grundsätzlich habe ich absolutes Verständnis dafür, wenn Verantwortliche im Bereich der EDV/IT ein „wildes“ installieren von irgendwelchen Programmen oder anderer Software untersagen. Die Gefahr, dass auf diesem Wege Schad-Software jeglicher Art in das System gelangt, ist einfach zu groß. Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite stellt sich aber so dar, dass es mitunter für einen oder mehrere Anwender wichtig sein kann, ein zusätzliches Tool zu installieren. Seit geraumer Zeit höre ich als Helfer in Foren immer wieder das Argument, dass Power Query, ein offizielles und extrem leistungsfähiges Add-In der Firma Microsoft nicht installiert werden darf.

Ich kann von dieser Stelle aus nicht beurteilen, ob die bzw. der Hilfe suchende speziell noch einmal nachgefragt oder gleich wegen einer globalen Direktive das Handtuch geworfen hat. Für den zweiten Fall kann ich nur sagen: „Selbst schuld!“, denn so gut wie immer liefere ich einen Link zu einer Kurzbeschreibung des Add-In, wo einerseits ganz deutlich Microsoft als (aus meiner Sicht vertrauenswürdiger) Herausgeber hervorgehoben wird und auch in groben Zügen den Leistungsumfang. Daraus kann ein besonnener Administrator, der sich als Dienstleister des Users sieht, rasch von der Unbedenklichkeit und der Nützlichkeit dieses Tools überzeugen. Zumal ja wohl klar ist, dass beginnend mit der Version Excel 2016 Power Query ein fest integrierter Teil des Programms ist. Und für 2010/13 sollte gelten, dass wer die Installation von Power Query untersagt, eigentlich auch kein MS Office (und damit Excel) installieren dürfte. Zugegeben, überspitz ausgedrückt aber mit mehr als nur einem Körnchen Wahrheit…

Wo mir aber ein gehöriges Maß an Verständnis fehlt: Nachfragen dieser Art werden seitens der IT grundsätzlich, also aus Prinzip „abgebügelt“. Und was sich als frivol empfinde: Dateien mit VBA-Makros dürfen importiert und genutzt werden. Frivol aus meiner Sicht, weil dort die Gefahr von Viren -insbesondere seit es die Ransom-Trojaner nach dem Muster des Locky gibt- erheblich größer ist. Diese Schädlinge verschlüsseln klammheimlich alle erreichbaren Daten auf dem lokalen Rechner, im Netzwerk als auch einer Cloud und verlangen dann ein Lösegeld für das Passwort zur Entschlüsselung. Mitunter sind auch Backup-Dateien nicht verschont worden.

Ich will keinem Administrator unterstellen, dass er faul sei. Und die Installation eines zusätzlichen Add-In macht natürlich Arbeit und bringt manche Unbequemlichkeit mit sich; insbesondere wenn es nur an ausgewählten Arbeitsplätzen installiert wurde. Dadurch ist die Einheitlichkeit der Arbeitsplätze nicht mehr gegeben. (Chefs haben natürlich auch hier Sonderrechte 😥 ). Zu oft jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass IT-Beauftragte sich mehr mit Problemen des Netzwerks auseinander setzen können oder wollen als mit den ständig wachsenden Möglichkeiten der Office-Programme. Dieses bisschen Excel, Word, Powerpoint, … 😕 

Allen hiervon betroffenen Usern wünsche ich, dass möglichst bald Office 2016 (oder Nachfolger bzw. 365) am Arbeitsplatz installiert wird, dort sind Power Query, Power Pivot und ähnliche BI-Programme nämlich bereits installiert. Und das bringt dem Unternehmen ein gehöriges Maß an Nutzen, der den Wert der Investitionen rasch übersteigt. Voraussetzung ist natürlich, dass die betroffenen User nicht nur passiv sind sondern aktiv den eigenen Lernprozess voran treiben und die neuen Möglichkeiten auch in Eigeninitiative oder durch Schulungen/Seminare einzusetzen wissen.


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