Power Query, auch etwas für dich?

Hinweis: Diese Seite ist kein Teil meines Blogs, sie wird ausschließlich genutzt, um Hilfe suchenden aus diversen Foren einen ausführlichen und immer gleichen Hinweis in emotionell angemessener Form zu geben. Bitte habe dafür Verständnis.


In Sachen Power Query

Beginnend mit der Excel-Version 2010 kann ja Power Query als Add-In eingesetzt werden bzw. ist ab 2016/365 bereits in das Excel integriert. Ich habe mich in dieses hervorragende und ausgesprochen leistungsfähige Tool eingearbeitet und seit geraumer Zeit kreisen meine allermeisten Beiträge in Foren um diesen Themenkreis.

In der Anfangszeit habe ich die kompletten, durch mich erstellten Lösungen in meinen Antworten vorgestellt. Ausgesprochen oft war die Reaktion des Fragestellers eine andere, als ich mir vorgestellt oder erhofft hatte. Im günstigsten Fall habe ich erfahren, dass die IT keine Installation eines Add-In erlaubt (siehe auch hier), manchmal lag eine deutlich antiquierte Excel-Version vor (2007 oder früher) oder aber die lapidare Antwort, die in etwa „Power Query? Kenne ich nicht!“ lautet.

Anfangs fühlte ich mich wie der einsame Rufer im Wald. Immerhin hat sich da eine oder die andere doch für das Thema interessiert und ich kann heute sagen, dass steter Tropfen den Stein ausgehöhlt hat und ich inzwischen so einige Mitstreiter habe, die auch aktiv Power Query als Lösungsmöglichkeit vorschlagen und wie auch ich immer wieder neue Möglichkeiten des Tools erkennen.

Aber … Es sind auch heute noch eine ganze Menge Fragesteller, welche die Bemühungen meiner Mitstreiter und mir einfach nicht so würdigen, wie ich es erwarte. Das geht damit los, dass im besten Fall überhaupt nicht auf eine vorgeschlagene Lösung geantwortet wird (was nicht nur Power Query betrifft). Oder aber es wird bei mehreren möglichen Lösungen durch unterschiedliche Helfer ein schlichtes „danke es läuft nun“ oder ähnlich geäußert und nicht erwähnt, welches denn nun das Passende war, welche Lösung letztendlich verwendet wurde. Ich jedenfalls habe bei diesen oder ähnlichen Gelegenheiten das Gefühl, dass ich entweder ignoriert werde oder für den Papierkorb gearbeitet habe. Ich möchte nicht unbedingt, dass meine Lösung verwendet wurde, ich will nur das Gefühl haben, dass meine Mühe in irgendeiner Form gewürdigt worden ist. Wir Helfer sind Menschen, die in ihrer Freizeit kostenlose, oft hochwertige Dienstleistungen für Fremde erbringen! 💡

Aber als absolut „spitze“ empfinde ich derartige Situationen: Ich gebe als denkbare Lösungsmöglichkeit einen Link auf einen Beitrag, wo ein ähnliches Problem gelöst worden ist. Und dann kommt ein Einwand in der Form, dass das eigene Problem ja ähnlich aber eben nicht identisch sei oder gar die Anmerkung, dass der Text zu umfangreich sei und eigentlich nur eine kurze, knappe Lösung erwünscht ist. Da denke ich nur: „Frechheit!“ 🙁 

Power Query ist so frisch, so interessant, so effizient aber auch oft für uns Helfer mit größerem Aufwand verbunden, als eine VBA-Prozedur/Funktion oder eine Formel zu basteln. Die Zeit, die wir Helfer in diesem Metier Erfahrung sammeln konnten, ist wegen der „Jugend“ des PQ so gut wie immer kürzer bemessen. 😎 Ich habe den Anspruch an all jene Hilfe Suchenden, dass der Wille zum Lernen gegeben ist. Wer einfach nur eine kostenlose Lösung mit (oder gegebenenfalls auch ohne)  Kurzbeschreibung haben will, wird von mir nicht (mehr) unterstützt. – Andererseits veröffentliche ich auch vermehrt bei Vorliegen einer Genehmigung durch den Fragesteller eine entsprechende Lösung mit ausführlicher Beschreibung in meinem Blog.

Das alles ist auch der Grund, warum ich vermehrt als erste, einleitende Antwort sage, dass ich dieses Problem mit Power Query lösen würde. Das wird mir mitunter vorgeworfen, aber viele von denen, die mir das übel nehmen bedenken eines nicht: Wir Helfer sind diejenigen die geben, und der Wert unserer Hilfe ist sehr oft jener Dienstleistung gleichwertig, die zu durchaus leistungsgerechten Preisen von Freiberuflern, Unternehmen, … angeboten wird. Nur machen wir das kostenlos.

In solchen Situationen gilt aus meiner Sicht: Wenn der Fragesteller Interesse an einer Lösung hat, möge sie oder er um ein Beispiel nachfragen. Da ich in den meisten Fällen bereits eine Probe-Lösung erstellt habe, werde ich auch fast immer die PQ-Lösung zur Verfügung stellen. – Warum fast immer? Nun ja, es gibt den schönen alten Satz: „Der Ton macht die Musik“ und wenn ein Minimum an Höflichkeit fehlt, dann werde ich den Wert meiner Arbeit nicht dadurch mindern, dass ich mich auf ein so niedriges Niveau begebe. Selbst meine zahlenden Kunden kennen die Worte „bitte“ und „danke“…

Ach ja, in ganz wenigen Fällen „liefere“ ich eine Lösung auf einem Niveau, das (vermutlich) weit oberhalb des Levels des Fragestellers ist: Den reinen M-Code, der zwar funktioniert aber wahrscheinlich nicht wirklich hilfreich ist. Im Normalfall ist das eine Reaktion auf einen Fragesteller, den ich etwa so beschreiben würde: „Von oben herab, arrogant, besserwisserisch, fordernd, …“ Und solch ein Code-Block ist auch kein Kunstwerk oder übermäßige Leistung, denn dieser Code wurde -wie beim Makro-Rekorder in Excel- nur aufgezeichnet und ich kopiere diesen einfach; mehr nicht … 😉 

Dass mitunter andere Mitleser darunter „leiden“ könnten, dass ich meine PQ-Lösung in den genannten Fällen nicht im Forum veröffentliche, ist mir klar. Aber es gibt durchaus die Möglichkeit, mir eine freundliche PM oder E-Mail zu schreiben; in den Fällen werde ich meistens eine Antwort zukommen lassen, wenn du mir durch einen Link das wiederfinden des Beitrages erleichterst. Dann habe ich wenigstens nicht total für den Papierkorb gearbeitet. 😎 

Und last but not least: Power Query ist vielfach, ja sogar meistens nur eine (1) der möglichen Lösungen. Jedes Forum lebt von der Vielfältigkeit der Antworten und meistens wird auch noch eine oder mehrere Alternative(n) angeboten. Ich habe gar nichts gegen „klassische“ Lösungen auf der Basis von Formeln oder VBA. PQ gehört aber aus meiner Sicht ein großer Teil der Excel-Zukunft (wie gewiss auch beispielsweise PowerPivot). Dennoch ist aus meiner Sicht der „innere“ Wert einer Lösung nur dadurch gegeben, dass eine Lösung geschaffen wird, die den Fragesteller zufrieden stellt.

Günther

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